krähe und mond


wir sind zwei meere

du eins und ich eins

wir sind zwei krähen

die niemals aufhören

das grau ihrer väter 

von den dächern zu picken

wir sind zwei gewehre

wir sind ein mond

der nachts seine felder bestellt






die millionärinnen

zwei frauen stehen am waschhaus
ihre hände rot
von der kälte
dem klopfen auf stoff
dem bürsten, reiben
und gestikulieren

sie hängen ihre wäsche auf die leine
über dem tal
heben ihre kinder
auf den steinrand am wasser -
wer einmal hineinfällt
ist gesegnet auf ewig -

heben sie in den karren
spannen ein pferd davor
und hinab in das tal
durch goldenen rauch

in der fremde
kannst du kopfstand machen

dich am bein aufhängen
deinen mund versengen
deine schuhe vertauschen
eigenen worten lauschen

niemand
besteht
auf deinem alten gesicht